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Die "Gesundheit" des Hundes
1. Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Rassestandard
Die zur ersten Gruppe zählenden Erkrankungen gehören mit zu den traurigeren Kapiteln der Mensch-Hund-Beziehung. Denn menschliche Sensationslust hat dazu geführt, daß so gut wie jede halbwegs lebensfähige Variante der Tierart Hund, die durch zufällige Mutationen entstanden ist, weitergezüchtet und als Rasse kultiviert wurde. Auf dieser Basis kam es zu der enorm großen Variation innerhalb der Art Hund, die wir heute kennen und auf dieser Basis auch zu vielen Erkrankungen, mit denen Hunde der betreffenden Rassen belastet sind. Entschließt man sich zum Kauf eines solchen Hundes, kauft man die entsprechende Krankheit bzw. Krankheitsdisposition gleich mit. Entscheidet man sich dennoch zu einem Hund einer solchen Rasse, sollte man beachten, daß Hunde, die als besonders typvoll bezeichnet werden, den entsprechenden Defekt besonders ausgeprägt tragen. So hat z.B. eine besonders typvolle Bulldogge eine besonders kurze Nase und damit besonders große Probleme mit der Atmung. Weniger typvolle Hunde sind somit im allgemeinen die gesünderen. Tabelle 2 zeigt eine Übersicht über die wichtigsten standardbedingten Defekte und davon betroffene Rassen.