3. Manifestation der Erkrankung erst
in späterem Alter
Einige genetisch bedingte Erkrankungen und hier vor allem wieder die
Dispositionserkrankungen manifestieren sich erst in einem Alter, in dem
der betroffene Hund bereits im Zuchteinsatz war. Die Diagnose der Erkrankung
wird also zu einem Zeitpunkt gestellt, wo der kranke Hund bereits eine
mehr oder weniger große Anzahl von Nachkommen gebracht hat. So gibt
es z.B. eine genetisch bedingte Erkrankung der Herzklappen, die bei den
betroffenen Tieren zu Leistungsminderung, Kreislaufinsuffizienz und frühzeitigem
Tod führt. Junge betroffene Tiere sind im allgemeinen klinisch unauffällig
und werden daher ohne Bedenken zur Zucht eingesetzt. Mit etwa 5 bis 6
Jahren, wenn der Defekt sich klinisch manifestiert und die Symptome für
den Besitzer erkennbar werden, hat der Hund seine Defektgene bereits an
seine Nachkommen weitergegeben, was besonders folgenschwer ist, wenn es
sich um einen züchterisch viel genutzten Champion handelt. Sowohl
in Bezug auf die züchterische Selektion als auch auf die Welpenauswahl
empfiehlt sich in einem solchen Fall die züchterische Nutzung von
Hunden die in fortgeschrittenem Alter noch gesund sind bzw. die Auswahl
eines Welpen aus einer Paarung von älteren noch gesunden Elterntieren.
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