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Die "Gesundheit" des Hundes
4. Unzureichender Informationsfluß über Defekte, die in einer Rasse oder Familie auftreten
Dies ist wohl eines der größten Probleme einerseits im Rahmen einer erfolgreichen züchterischen Bekämpfung von Erbkrankheiten und damit anderseits auch bei der Auswahl eines möglichst gesunden Hundes. Die Beziehung eines Züchters zu seinem Hund ist im allgemeinen keine rationale sondern eines sehr stark emotional gefärbte. Die Erkenntnis eines genetischen Defektes bei seinem Hund selber oder bei dessen Nachkommen wird oft als persönliche Schande empfunden und daher, wenn möglich, verschwiegen. Dazu kommt, daß die Durchführung standardisierter Untersuchungen fast immer mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist, der von einem Hundebesitzer fast immer nur dann in Kauf genommen wird, wenn er den Befund der betr. Untersuchung für die Zuchtzulassung seines Hundes braucht. Hundebesitzer, die mit ihrem Tier nicht züchten wollen, sind in den meisten Fällen nicht bereit, ihren Hund einer Untersuchung zu unterziehen. Damit sind leider viele Familiendaten zu bestimmten Defekten für eine wirklich sichere Aussage bezüglich der Vererbung unzureichend.