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Wo kann man einen Hund kaufen?

3. Aus der Zeitung
Interessenten finden zum einen in der Tagespresse, zum anderen in speziellen Anzeigenzeitschriften oft scheinbar sehr günstige Angebote. Da wird z.B. ein Hund von dem man weiß, daß er beim Züchter nicht unter 2000.- DM zu bekommen ist, für 100.- DM angeboten. Bei solch "günstigen Angeboten" ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Sehr oft stammen diese Hunde aus illegalen Importen aus dem ehemaligen Ostblock. Dort werden, z.B. von Landwirten im Nebenerwerb Hunde als Massenprodukt gezüchtet. Der Züchter betrachtet die Mutterhündin im allgemeinen nur als Geldquelle und hat von artgerechter Haltung und Aufzucht selten eine Ahnung. Nicht nur, daß diese Welpen häufig unter völlig unzulänglichen und unhygienischen Bedingungen aufwachsen, sie werden oft auch viel zu früh von der Mutterhündin und den Geschwistern getrennt und haben somit zu wenig Gelegenheit, den Umgang mit anderen Hunden und mit dem Menschen zu lernen.
Der Transport nach Deutschland wird nicht unter tierschützerischen sondern unter ökonomischen Bedingungen durchgeführt, d.h. daß möglichst viele Welpen auf kleinstem Raum zusammengepfercht werden. Viele der Welpen überleben den Transport erst gar nicht und die, die ihn überleben sind durch denTransportstreß in ihrer Widerstandskraft gegen Krankheiten stark geschwächt.
Der Käufer eines solchen Welpen bekommt mit größter Wahrscheinlichkeit einen kranken oder krankheitsanfälligen und verhaltensgestörten Problemhund. Die vermeintliche Ersparnis durch den günstigen Kaufpreis wird oft um ein vielfaches durch die entstehenden Tierarztkosten wett gemacht.