Frage: Von Freunden
in Suedfrankreich habe ich von einer Erkrankung gehoert, die Piroplasmose heisst.
Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung, die von Zecken auf Hunde uebertragen
wird und wohl zu schwerwiegenden Blutbildveraenderungen fuehrt. Mein Tierarzt
in Deutschland hat mir mitgeteilt, dass der entsprechende Impfstoff in Deutschland
nicht erhaeltlich sei, und ich meinen Hund (Airdaleterrier, 1J.) in Frankreich
impfen lassen solle. Daher bin ich auf der Suche nach weiteren Informationen
zu dieser Erkrankung. Ich hoffe, sie koennen mir weiterhelfen.
(Christian Karcher, Weinheim)
1. Antwort:
Sehr geehrter Herr Rother,
Bei der gegenständlichen Krankheit handelt es sich um die die Infektion
mit Babesia canis, einem Einzeller, der ähnlich wie der Erreger der Malaria,
die roten Blutkörperchen befällt, in diesen eine Vermehrungsphase
durchmacht, nach welcher die freiwerdenden Entwicklungsstadien neuerlich rote
Blutkörperchen befallen. Dies erfolgt nach dem Schneeballprinzip, so daß
die roten Blutkörperchen in progressiver Weise zugrunde gehen, was beim
Hund eine schwere Blutarmut (Anämie) verursacht, die, wenn nicht unverzüglich
eine Behandlung eingeleitet wird, zum Tod des Tieres führt. Als vorbeugende
Maßnahme würde ich eine präventive Zeckenbekämpfung empfehlen.
2. Antwort:
Piroplasmoseimpfstoff ist in der Schweiz erhaeltlich und offiziell zugelassen.
Grundimmunisierung : 2x im Abstand von ca. 4 Wochen. Jaehrliche Revakzination
empfohlen. Bei allen Tieraerzten in der Schweiz erhaeltlich, allerdings meistens
nur auf Vorbestellung,da Kosten einer Impfung: ca Fr. 125.-- Wir empfehlen
die Impfung bei laengerem oder haeufigen Aufenthalten in Frankreich, Spanien,
Italien und weiter suedlich. Nebenwirkung: hin und wieder tritt Fieber und
schlechter Allgemeinzustand kurz nach der Impfung auf.